Solaris – deutsche Erstaufführung am Theater Augsburg

Premiere: 18.05.2018 I Martini-Park
solaris_foto_jan-pieter_fuhr_4857
Fotos: Jan-Pieter Fuhr  /  Jihyun Cecilia Lee, Roman Poboinyi, Wiard Witholt

Solaris“ – ein Science-Fiction-Roman, den der polnische Autor Stanislaw Lem 1961 veröffentlicht hat. Es geht darin um die Macht, Gefühle und Gedanken zu materialisieren. Wissenschaftler versuchen viele Jahre vergeblich, mit dem intelligenten Plasma-Ozean auf dem Planeten Solaris in Kontakt zu treten. Als der Psychologe Kris Kelvin auf dem Planeten landet, stößt er auf eine verstörte Forschergruppe – der Ozean hat sich, ganz anders als erwartet, endlich geäußert.

Lems Meisterwerk wurde mehrfach verfilmt (zum ersten Mal 1972 von Andrei Tarkowski, 2002 von Steven Sonderbergh), als Oper aufgeführt und auch für die Bühne adaptiert. Der Autor liefert keine interstellaren Raumschiffschlachten. Vielmehr beschäftigt er sich mit der Frage, ob es grundsätzlich möglich ist, mit etwas völlig anderem, als wir selbst es sind, in Kontakt zu treten. Ist ein Perspektivenwechsel möglich? Lems Klassiker ist eine Mischung aus Psychologie und philosophischer Abhandlung.

Untere der musikalischen Leitung von Lancelot Fuhry hält „Solaris“ als Oper des  japanischen Komponisten Dai Fujikura nun Einzug auf der Bühne im Martini-Park in Augsburg.

Die Besonderheit dieser außergewöhnlichen Romanvertonung ist die Kombination aus orchestraler Musik und live gespielten elektronischen Klängen.  Die Inszenierung sowie das Bühnenbild machen es einem leicht, sich in die fremden Welten der Fiktion zu versetzen.

Den stürmischen Beifall des Premierenpublikums haben sich der Regisseur und seine hervorragenden Akteure verdient.

solaris_foto_jan-pieter_fuhr_4768
Fotos: Jan-Pieter Fuhr  /  Wiard Witholt, Roman Poboinyi

Musikalische Leitung: Lancelot Fuhry
Inszenierung: Dirk Schmeding
Bühnenbild: Robert Schweer
Kostüme: Frank Lichtenberg
Dramaturgie: Sophie Walz

Hari: Jihyun Cecilia Lee
Kris Kelvin: Wiard Witholt
Kelvin (off stage): Alexander York
Snaut: Roman Poboinyi
Gibarian: Stanislav Sergeev
Augsburger Philharmoniker

Weitere Termine
26.05.2018 19:30 | martini-Park
31.05.2018 18:00 | martini-Park
06.06.2018 19:30 | martini-Park
08.06.2018 19:30 | martini-Park
10.06.2018 18:00 | martini-Park
16.06.2018 19:30 | martini-Park

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Der Wolf ist zurück

DSCF5389
Foto: Wolfgang Hefele (Wolfcenter Dörverden)

Bereits 1996 wurden die ersten Wölfe in Deutschland wiederentdeckt. Vier Jahre später wurde dann in Sachsen der erste wildlebende Nachwuchs bestätigt. Die Zahl der wild lebenden Wölfe in ganz Deutschland wächst. Aktuell wurden 60 Wolfsrudel nachgewiesen. Darüber hinaus leben hier mittlerweile 13 weitere Paare und drei Einzelwölfe. Alle Tiere zusammengerechnet ergeben eine Zahl von 150 bis 160. Wölfe sind äußerst anpassungsfähig, sie kommen in unserer Kulturlandschaft sehr gut zurecht. Sie sind wahre „Ausdauersportler“ und legen in kurzer Zeit weite Strecken zurück.

Während Naturschützer über die Rückkehr des streng geschützten „Isegrim“ in unsere Wälder jubeln, werden auch kritische Stimmen laut. Die Zahl der gerissenen Nutztiere steigt. Nein, der Wolf ist kein Vegetarier. Und ja, er vergreift sich auch an einer unbewachten oder ungesicherten Schafherde. Muss man aber dann gleich vom „Problemwolf“ reden? Sind Diskussionen über eine mögliche Abschussfreigabe nötig? In Deutschland wird alles Mögliche subventioniert. Warum also nicht auch nachdenken über eine Förderung der Herdenschutzmaßnahmen und – bei Rissen – über unbürokratische Entschädigungszahlungen?

Der Mensch zählt nicht zum Beutetier der Wölfe. Einem Wolf zu begegnen – wie Rotkäppchen im Märchen – ist sehr unwahrscheinlich. Und wenn, dann wird das scheue Tier Reißaus nehmen. Man muss auch wirklich nicht fürchten, dass er unsere Großmütter frisst. Also geben wir doch diesem Rückkehrer eine Chance.

Fundierte Informationen bekommt man in den Wolf-Zentren, die übrigens ein schönes und interessantes Ausflugsziel für die ganze Familie sein können:

Natur- und Umweltpark Güstrow http://www.nup-guestrow.de/
Wildpark Lüneburger Heide http://www.wild-park.de
Wolfcenter Dörverden http://www.wolfcenter.de/
Adler- und Wolfspark Kasselburg http://www.adler-wolfspark.de
Wildpark “Alte Fasanerie” http://www.erlebnis-wildpark.de
Wolfspark Werner Freund in Merzig http://www.wolfspark-wernerfreund.de
Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald http://www.baer.de
Erlebnispark Tripsdrill http://www.tripsdrill.de
Wildpark Bad Mergentheim http://www.wildtierpark.de
Nationalpark Bayerischer Wald http://www.nationalpark-bayerischer-wald.de