Kreta – Κρήτη

Den altgriechischen Namen Κρήτη gab es schon in der Antike, er ist bis heute noch gültig. Aus der Antike sind auch bedeutende Ausgrabungen erhalten, die man unbedingt besichtigen sollte.

Knossos (Κνωσός) liegt in der Nähe der Hauptstadt Heraklion. Der Palast von Knossos ist neben den Palästen von Mila, Phaistos und Kato Zakros das größte minoische Bauwerk auf Kreta und wurde von Griechenland mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Die beeindruckenden und zum Teil sehr gut erhaltenen Ausgrabungen locken natürlich viele Touristen an. Busweise werden sie dort angekarrt. Trotzdem sollte man sich einen Tag auf den Rummel einlassen.

Lato (Λατώ) war eine antike Stadt im Nordosten der Insel und wurde nach der Göttin Leto benannt. Ursprünglich befand sich dort eine minoische Siedlung. Die antiken Bewohner prägten sogar ihre eigenen Münzen. Die Ruinen stammen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Grundmauern der Wohnhäuser sind gut erkennbar, sowie auch die Heiligtümer, wie z. B. die Reste der Agora oder die einer Zisterne. Die Historiker fanden heraus, dass Nearchos, ein Admiral unter Alexander dem Großen, wahrscheinlich aus Lato stammt.

Kreta liegt 100 Kilometer südlich vom Festland und ist die größte griechische Insel nach Zypern und die zweitgrößte des östlichen Mittelmeeres. Nach Afrika (Libyen) sind es nur ca. 300 km. Von der östlichen bis zur westlichen Küste misst sie 250 km, die schmalste Stelle ist nur 12 Kilometer breit.

Kreta ist sehr gebirgig. Während im Süden eher steile Küstenformen vorzufinden sind, lockt der Norden mit herrlichen, flachen Sandstränden. So wird Kreta sowohl von Wanderfreunden als auch von den klassischen Strandtouristen gerne besucht. Nicht zuletzt lockt die kurze Flugzeit – gerade mal knappe drei Stunden von München aus. Das Klima verspricht von März bis Oktober einen angenehmen Aufenthalt. Im Frühjahr und Herbst herrscht ein eher gemäßigtes Badewetter, im Sommer muss man mit 30 Grad und mehr rechen.

Der Psiloritis im Idagebirge ist mit seinen 2.456 m der höchste Berg der Insel; ihm folgt der Lefka Ori (2.352 m). Bizarre Schluchten und Höhlen durchziehen die ganze Insel. Wer nicht wandern will, kann die Landschaft auch vom Auto, Motorrad oder „Quad“ aus genießen. Bis auf wenige Ausnahmen muss man allerdings Straßen und Wege in sehr schlechtem Zustand in Kauf nehmen.

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