Eine Reise an die „Ooostee“ -Lübeck

Die Hansestadt Lübeck wurde 1143 gegründet und erhielt bereits 1160 das Stadtrecht. Sie gilt als die „Königin und Mutter der Hanse“, wird auch die „Stadt der Sieben Türme“ und das „Tor zum Norden“ genannt. Die Altstadt liegt auf einer der Trave-Inseln. Mit ihren unzähligen Kulturdenkmälern wurde sie 1987 als Teil des UNESCO-Welterbes ausgerufen.

Das Holstentor

Die „Backsteingotik“ entstand im Mittelalter, als Lübeck die Hauptstadt der Hanse war. Eines der bekanntesten Wahrzeichen der „Marzipanstadt“ ist das Holstentor, das – selbstverständlich auch aus Backstein – 1478 fertiggestellt wurde. Das spätgotische Bauwerk gehört zusammen mit dem weniger bekannten Burgtor zu den Überresten der Stadtbefestigung.

Über die zahlreichen interessanten Bauwerke könnte man viel schreiben. Doch besonders möchte ich auf die Marienkirche hinweisen, die im 13. – 14. Jahrhundert errichtet wurde und als Vorbild für viele Kirchen dieses Stils im Ostseeraum Pate stand. Mit der Marienkirche wurde der hochstrebende Gotik-Stil aus Frankreich mit norddeutschem Backstein umgesetzt. Bis heute enthält sie das höchste Backsteingewölbe der Welt – das Mittelschiff misst 38,5 Meter. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das zerstörte Bauwerk wieder aufgebaut.

Nach dem Holstentor ist der meistfotografierte Ort von Lübeck der Teufelsstein, der direkt an den Außenmauern der Marienkirche liegt und auf dem seit 1999 ein kleiner bronzener Teufel sitzt. Teufel und Kirche? Eine Tafel klärt auf, hier eine verkürzte Version:

Als man die Grundmauern für die Marienkirche legte, kam der Teufel vorbei. Man erzählte ihm, man sei dabei, ein Weinhaus zu errichten. Der Teufel freute sich und legte begeistert selbst Hand an. Wegen seiner teuflischen Kräfte soll die Kirche in Rekordzeit entstanden sein. Kurz vor Fertigstellung aber wurde dem Teufel klar, dass er hereingelegt worden war, dass er an einem Gotteshaus mitgebaut hatte. Wutentbrannt wollte er einen großen Steinbrocken auf die fast fertige Kirche schleudern. Doch als man ihm versprach, daneben noch ein Weinhaus zu bauen, ließ er den den Riesenbrocken neben der Kirchenmauer fallen. Ob er sich an dem Ratskellerbau beteiligte, weiß man nicht.“

Ohne es zu wissen, half der Teufel beim Kirchenbau

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