Rügen

Die Ostseeinsel ist vor allem bekannt wegen der weitläufigen Strände und der weißen Kreidefelsen – dem „Königsstuhl“ auf der Halbinsel Jasmund. Die zwölfstündliche Autofahrt hat uns ziemlich viel Geduld abverlangt, doch am Ziel waren alle Strapazen vergessen. Bisschen Wind, bisschen bewölkt, genug Sonne und viel Strand!

Über den Kreidefels muss man nicht mehr viel schreiben. Er ist da und eine Attraktion! Weniger bekannt ist das in Sassnitz liegende englische U-Boot „HMS Otus“, das als Marinemuseum genutzt wird. Platzangst sollte man nicht haben.

Empfehlenswert ist eine Radtour auf die Halbinsel Bug (500 ha) – südlichwestlich von Dranske – misst an der schmalsten Stelle nur 55 Meter. Der Name „Bug“ wird zum einen auf den im Jahre 1284 erstmals urkundlich erwähnten Inhaber der Landzunge, Ritter Antonius de Buge, zurückgeführt. Zum anderen wird Bug von der deutschen Bedeutung „Biegung“ abgeleitet. An der südlichsten Spitze befindet sich der sogenannte„Buger Haken“. Er ist der größte „Sandhaken“ der Insel und wächst weiter. In den Jahren 1835 bis 1930 wuchs er durch Sandanlagerungen jährlich um durchschnittlich sechs Meter. 1961 bis 1965 errichtete man dort einen Stützpunkt für die 6. Flottille der Volksmarine; bis 1990 blieb er Stützpunkt der Schnellbootflottille und Sperrgebiet. Im darauffolgenden Jahr wickelte die Bundesmarine den Stützpunkt ab.

Der nördlichste Punkt Rügens soll Kap Arkona sein, was allerdings nicht richtig ist. Ungefähr einen Kilometer weiter nordwestlich befindet sich eine Stelle der Steilküste, Gellort genannt, die noch etwas weiter nördlicher ist. Kap Arkona gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Rügen und lockt jährlich ca. 800.000 Besucher an. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein ehemaliger Marinepeilturm, zwei ehemalige Militärbunker, eine Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes und Reste der Jaromarsburg. Die ehemalige Kultstätte des slawischen Stammes der Ranen war vom 9. bis zum 12. Jahrhundert dem Gott Svatovit gewidmet. In den letzten Jahrhunderten sind immer wieder große Teile des Kliffs ins Meer gestürtzt, weshalb von der Tempelburg heute nur noch der Burgwall sichtbar ist.

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